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Die Stadtbibliothek Reinbek ist jetzt "ausgezeichnet"!

Am 27. November 2018 nahm Bürgermeister Björn Warmer im Namen der Stadtbibliothek das Zertifikat "Qualifizierte Bibliothek zwischen den Meeren" entgegen. Eine wirklich besondere Auszeichnung ... Weitere Infos

 
Öffnungszeiten während der Weihnachtsfeiertage und Neujahr 2018/2019

Die Stadtbibliothek wird am 24., 25., 26. und 31. Dezember 2018 sowie auch am 1. Januar 2019 geschlossen bleiben. Ansonsten sind wir an allen Tagen "zwischen den Jahren" wie gewohnt für Sie da. Wir wünschen allen Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 



 

Buchtipp des Monats

Robin Benway: „Wir drei verzweigt“, Übersetzer: Jessika Komina und Sandra Knuffinke, Magellan, 2018, ab 14 Jahren

Grace weiß seit Langem, dass sie adoptiert wurde. Als sie selbst schwanger wird und ihr Kind nach der Geburt zur Adoption freigibt, ist ein Wunsch übermächtig: ihre leibliche Mutter kennenzulernen. Grace findet heraus, dass sie noch einen Halbbruder und eine Halbschwester hat. Und so kommt es, dass die drei Teenager aufeinandertreffen. Und schon nach kurzer Zeit ist klar, dass eine gewisse Verbundenheit untereinander besteht und jeder sein eigenes Geheimnis in sich trägt.
Grace ist die älteste der Halbgeschwister und wohl die Einzige, die in relativ „normalen“ Familienverhältnissen aufgewachsen ist. Dennoch hat sie sehr mit ihrer ungewollten Schwangerschaft und ihrem Entschluss zu kämpfen, ihr eigenes Kind zur Adoption freizugeben.
Maya ist die jüngste der drei. Sie ist in einer Adoptivfamilie voller Rotschöpfe aufgewachsen, und so bleibt es nicht aus, dass sie sich oft als Außenseiter in ihrer Familie fühlt. Joaquin hat wohl das härteste Los gezogen. Er wurde nie adoptiert und hat in mittlerweile mehr als zehn Familien als Pflegekind gelebt. Seine aktuelle Familie scheint jedoch sehr nett zu sein, doch eine schlimme Erfahrung in seiner Vergangenheit lässt ihn nicht los. Alle drei machen sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter …
Dem Leser wird von Anfang an klar, dass Grace, Maya und Joaquin eine große Last zu tragen haben. Robin Benway beschreibt auf eine sehr realistische Art und Weise die Probleme der Jugendlichen, man kann sich so sehr gut in ihre Sorgen, Ängste und Hoffnungen hineinversetzen und wird tief berührt.
Natürlich geht es in Benways zweitem Jugendbuch um Geschwisterbeziehungen, aber auch um die Familie als solche. Familie (ob biologisch oder nicht) ist auch ein gefühlter Ort, wo sich Menschen, die man liebt, zusammenfinden. Die Suche nach der leiblichen Mutter wird weitaus weniger stark vorangetrieben als die seelische Entwicklung und Identitätsfindung von Grace, Joaquin und Maya. Wer sind sie? Was bedeutet ihnen das Leben?
Der gefühlvolle Schreibstil rundet dieses gut zu lesende, berührende Jugendbuch ab. Gekonnt und authentisch werden im Plot weitere aktuelle gesellschaftlich relevante Themen aufgegriffen (Mobbing, LGBT, Teenagerschwangerschaft).
Sehr zu empfehlen!