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Buchtipp des Monats 

Clara Asscher-Pinkhof (Autorin), Mehrdad Zaeri-Esfahani (Illustrationen): Sternkinder (übersetzt aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler), Dressler, 2019, ab 12 Jahren

Die Autorin Clara Asscher-Pinkhof wurde 1896 in Amsterdam geboren und unterrichtete ab 1941 jüdische Kinder in den von Deutschland besetzten Niederlanden. Ab Mai 1943 begleitete sie jüdische Kinder auf ihren Weg vom Amsterdamer Ghetto  in die Konzentrationslager.  Ihr Buch „Sternkinder“ erschien 1946 in den Niederlanden. Erst 1961 wurde eine deutsche Fassung herausgegeben, die ein Jahr später mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde.
„Sternkinder“, das waren die jüdischen Kinder, die unter den Nationalsozialisten den Davidstern tragen mussten. Wie ihre Eltern und Großeltern erfuhren sie die Schrecken der Konzentrationslager, und verstanden doch oft nicht, was mit ihnen geschah. Clara Asscher-Pinkhof, die selbst deportiert wurde und nur durch großes Glück überlebte, beschreibt die Verfolgung durch die Augen der Kinder und findet so besonders eindringliche Bilder.
Die Neuausgabe erscheint zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht mit neuem Cover und einem Vorwort von Ronald Leopold, dem Leiters des Anne-Frank-Hauses Amsterdam. Das Dokument über das Schicksal jüdischer Kinder und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft ist ein erschütterndes Zeitzeugnis und zutiefst berührend: die Gräuel des Nationalsozialismus aus kindlicher Perspektive - eine schonungslose und emotionale Darstellung des Schicksals jüdischer Kinder und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft. Auch als Klassenlektüre sehr zu empfehlen!